Die Fusion mit Microdrones bringt Schübeler mehr FuE-Möglichkeiten

Weltweit genießen begeisterte Flugzeugmodellbauer den Sport, die Geschwindigkeit und die Aufregung, wenn sie ihre Modellflugzeuge fliegen und durch die Lüfte brausen. Diese Leidenschaft beginnt beim Entwerfen, Tüfteln und Optimieren des Flugzeugs, bis es für seinen Jungfernflug bereit ist. Fragt man einen Flugzeugmodellbauer, so ist man normalerweise, wenn man einmal die Freude am Fliegen erlebt hat, ein Leben lang davon fasziniert.

So geschehen bei Manfred Greve, einem technischen Auszubildenden der Lufthansa und Elektroingenieur, der seine Laufbahn mit dem Flugmodellbau begann, als er noch ein kleines Kind war, und mittlerweile über 50 Jahre Erfahrung hat. In dieser Folge des Software- und Technologie-Podcasts gibt Manfred sein Wissen aus jahrelanger Erfahrung im Bereich der Fliegerei und des Flugmodellbaus weiter und erläutert, warum er sich dafür entschieden hat, sein Modellflugzeug auf EDF-Technologie (electric ducted fan, elektrisch angetriebene Impeller) umzurüsten. Hören Sie sich den Podcast im Player an oder lesen Sie die nachstehende Zusammenfassung.

 

Wie der Vater, so der Sohn

Um die Begeisterung von Manfred Greve für die EDF-Technologie zu verstehen, muss man ein wenig über seine Kindheit wissen.

Greves Vater begann in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts mit dem Flugzeugmodellbau, und seine Liebe zum Fliegen von Modellflugzeugen übertrug sich ganz natürlich auf den jungen Manfred. Seine Faszination begann schon als kleiner Junge, als der kleine Manfred zu Weihnachten ein kleines Holzsegelflugzeug bekam und es bald im ganzen Haus herumflog. Er war im Herzen ein Modellflugzeugpilot, und diese Liebe zum Bauen und Fliegen wuchs mit jedem Lebensjahr.

Nach der Schule rannte Greve in den Keller, wo die Flugzeuge seines Vaters warteten. Er verbrachte Stunden mit der nicht enden wollenden Mission, die Flugzeuge seines Vaters zu verbessern: ein schnellerer Flug; ein geschmeidigerer Flug; ein längerer Flug; ein besseres Erscheinungsbild. Manchmal waren die Ergebnisse nicht nach dem Geschmack des Vaters.

„Wenn mein Vater in jenen Tagen von der Arbeit nach Hause kam, flippte er manchmal aus, weil ich etwas gemacht hatte, das ich nicht hätte tun sollen, aber es war immer interessant, sich technischen Problemen zu stellen und das Flugzeug besser abzustimmen“, so Greve. „Ich probierte viele verschiedene Dinge mit Modellflugzeugen aus, einige davon waren einzigartig. Man experimentiert und probiert und probiert und probiert weiter, und dann erreicht man plötzlich die Verbesserung, die man haben wollte ... das lässt das Herz höher schlagen.“

Für den Modellflugzeugpiloten mit über 50-jähriger Erfahrung hat sich wenig geändert. Greve hat sein ganzes Leben damit verbracht, an den Entwürfen von Modellflugzeugen zu tüfteln und dem Gefühl nachzujagen, das er bekommt, wenn diese bestimmte Einstellung zu einer besseren Leistung führt. Diese Leidenschaft hat ihm während jahrzehntelanger Modellflugwettbewerbe gedient, zunächst als Sechsjähriger mit einem Segelflugzeug und allmählich als Erwachsener bei regionalen und internationalen Veranstaltungen.

Ein feuerspeiender Drache

Als sich Manfred daher vor etwa 10 Jahren mit zwei anderen Piloten auf einem Flugfeld befand und mit eigenen Augen sah, wie ein mit EDF-Technologie ausgerüstetes Flugzeug im Vergleich zu einem Flugzeug mit Benzinmotor funktionierte, wusste er sofort, dass die EDF-Technologie der richtige Weg war.

Dabei fiel ihm gleich auf, dass der Benzinmotor bis zu drei Sekunden brauchte, um auf die Steuerung des Piloten zu reagieren, während das mit EDF-Technologie ausgestattete Flugzeug praktisch ohne Verzögerung reagierte. Er nutzt die Analogie zum Autofahren, um den Unterschied zwischen den beiden zu erklären.

„Nehmen wir an, Sie fahren 130 Kilometer pro Stunde. In drei Sekunden legen Sie eine große Strecke zurück. Für Sie als Autofahrer ist es sehr wichtig, dass die Bremsen oder das Gaspedal reagieren, sobald Sie das wollen“, erläutert Greve. „Und das ist der größte Unterschied zwischen Benzinmotoren und EDF. Für einen Modellflugzeugpiloten, der Wettbewerbe fliegt, ist es sehr wichtig, das Gefühl am Steuerknüppel zu haben. Man macht etwas mit dem Steuerknüppel, dann möchte man auch die richtige Reaktion am Flugzeug haben.“

Seit dieser Erfahrung hat Greve einen Schwerpunkt auf die Umrüstung von Flugzeugen mit Benzinmotoren in Flugzeuge mit EDF gelegt. Er ging schon früh eine Partnerschaft mit Schübeler Technologies ein, um EDF-Flugzeuge in einer Zeit zu bauen, als problemlos funktionierende Flugzeuge mit EDF-Motoren auf dem Markt noch nicht weit verbreitet waren.

Der Weg mit Schübeler ist jenen Kindheitstagen im Keller nicht unähnlich, wobei er immer größere EDF-Flugzeuge baut, die mit Flugzeugen mit Benzinmotoren konkurrieren, jedoch weniger Lärm erzeugen und zuverlässiger sind. Durch einen ständigen Entwicklungsprozess sei Schübeler Technologies in der Lage gewesen, so Greve, den gewünschten Klang von einem Flugzeug mit Benzinmotor zu reproduzieren, jedoch ohne die abschreckende Lärmentwicklung. Die mit Schübeler auf EDF umgerüsteten Flugzeuge klingen wie Düsenflugzeuge, wie ein feuerspeiender Drache, so Greve wortwörtlich, nur mit weniger Dezibel.

„Nur der Schübeler EDF bringt diesen Klang durch das Rotorensystem.“

Der Schübeler-Unterschied

Greve verweist bei seiner Arbeit mit Schübeler vor allem auf zwei Flugzeuge - die L-39 und die Avanti XS.

Die L-39, ein großes, 25 Kilogramm schweres Modell, war das erste große Flugzeug von Schübeler, das auf ein EDF-System umgerüstet wurde. Greve und Schübeler probierten viele verschiedene Versionen aus, um zu sehen, wie EDF bei einem solch großen Flugzeug arbeiten würde. Sie begannen mit einer kleineren Schubkraft – 16 Kilogramm – und bauten nach und nach verschiedene Motoren und andere Komponenten innerhalb des EDF-Systems auf, bis sie 25 Kilogramm Schub erreichten.

Greve und Schübeler durchlaufen ein komplettes Messsystem, wenn sie ein Flugzeug auf EDF umrüsten. Dabei betrachten sie Drehzahlen, Spannung, Luftgeschwindigkeit, Temperatur und andere Faktoren. Das Ergebnis ist im Fall der auf EDF umgerüsteten L-39 ein Flugzeug, das so gut fliegt wie das Original und auch so klingt wie das Original – nur nicht so laut.

Nach der erfolgreichen Umrüstung der L-39 richteten Greve und Schübeler ihr Augenmerk auf ein anderes Flugzeug, dessen Umrüstung auf die EDF-Technologie vielleicht eine noch größere Herausforderung darstellt. Die Avanti XS ist für den Kunstflug ausgelegt, d. h. dass das konstruierte EDF-System einen starken Schub erzeugen muss.

Durch kleine Änderungen am EDF-System, wie das Heraustrennen einiger bestehender Rippen und dem Bau eines besseren Einlasses, gelang es ihnen jedoch, den notwendigen Schub zu erzeugen, so dass die auf EDF umgerüstete Avanti XS den Kunstflug ausführen konnte, für den sie bekannt ist.

„Im Kunstflug braucht man mehr Schub, weil man gerade nach oben fliegen will und in jeder Situation dieses gute Gefühl am Steuerknüppel haben möchte. Man braucht Schub, Schub, Schub. Genau das ist es“, so Greve. „Unser Drehzahlfenster ist viel kleiner. Es liegt bei bis zu 20.000 oder so. Also ist es nicht erforderlich, diese hohen Drehzahlen hoch und runter zu fahren. Und das gibt einem die kurze Reaktionszeit am Steuerknüppel.“

Während Klang für Schübelers Kunden entscheidend ist, sind die Zuverlässigkeit und Effizienz zwei weitere Faktoren, die EDF-Umrüstungen mit Schübeler von ihren Gegenstücken mit Benzinmotoren unterscheiden, meint Greve. Bei den mit Schübeler EDF umgerüsteten Flugzeugen müssen sich Liebhaber keine Sorgen über staatliche Vorschriften bezüglich Lärm oder Ölentsorgung machen.

„Elektrisches Fliegen ist für einen Piloten viel schöner, weil ein Benzinmotor oder eine Benzinturbine immer ein bisschen wie ein Rennpferd reagiert“, erklärt er. „Es hat seine guten und seine schlechten Tage.“

Schübeler macht den Sprung zur EDF-Technologie leicht. Ob Sie ein Flugzeug suchen, das wie eine Rakete fliegt, oder eines, das einfach nur ruhig fliegt, Schübeler kann ein System entwerfen, das zu Ihnen passt. Und wenn Sie eine Beratung wünschen – das Team von Schübeler besteht aus Liebhabern wie Ihnen, die gerne ihre umfangreichen Erfahrungen weitergeben, entweder persönlich oder über die Website des Unternehmens.

„Jede einzelne Frage, die sich stellt, können wir beantworten“, meint Greve. „Wir können helfen, indem wir etwas Besonderes für den Kunden bauen. Wir stehen jederzeit gern zur Verfügung. Sie erhalten immer eine passende Antwort, welche Dinge Sie brauchen und wo Sie sie bekommen können, und dann bauen Sie sie in Ihr Flugzeug ein und sind zufrieden.“

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