Die Fusion mit Microdrones bringt Schübeler mehr FuE-Möglichkeiten

Gunter Zielke entwickelt den ersten Modell-Elektro-Jet mit integrierter Smoke-Anlage zusammen mit Schübeler Technologies.

Elektronantriebe setzen sich nicht nur in der Autoindustrie, sondern auch in zahlreichen anderen Bereichen immer stärker durch. So kommen zum Bespiel auch im Modellbau zunehmend Elektromotoren zum Einsatz. Um hier dieselben realistischen Effekte zu erzielen wie bei herkömmlichen Modellen mit Turbine oder Verbrennungsmotor, ist Einfallsreichtum und umfassendes technisches Know-how gefordert. Gunter Zielke hat sich diesen Herausforderungen gestellt und eine Smoke-Anlage für elektrisch angetriebene Modellflugzeuge entwickelt. Zusammen mit der Firma Schübeler Technologies hat er den ersten Elektro-Jet mit integriertem Rauchsystem realisiert, bei dem der Rauch ein- und ausgeschaltet werden kann. Das Ergebnis: Ein Elektro-Modellflugzeug, das in der Luft sowohl optisch und als auch vom Klang kaum von einem echten Flugzeug zu unterscheiden ist.

 

  

Deutscher Ingenieur mit Passion

Modelflug war schon immer die Passion von Gunter Zielke. Der deutsche Ingenieur startete bereits im Alter von 15 Jahren seine Karriere als Modellflieger. Heute ist Gunter Zielke Geschäftsführer der Firma Smoke-System e.K., die sich auf die Entwicklung von Rauchanlagen für den RC-Modellbau spezialisiert hat. In enger Zusammenarbeit mit dem Team von 

Schübeler Technologies hat Zielke sein Rauchsystem erstmals in einen EDF-Jet integriert. Wer sein Modellflugzeug um realistische Effekte ergänzen oder erfahren möchte, wie Smoke-EL und die elektrischen Antriebssysteme von Schübeler zusammenarbeiten, der ist bei Gunter Zielke an der richtigen Adresse.

Erste Entwicklungsschritte des Smoke-Systems

2009 baute Gunter Zielke sein erstes großes Elektroflugzeug. "Große Motoren waren schon verfügbar, ebenso die ersten großen Akkus. Aber es gab kein elektrisches Smoke-System für Elektro-Modellflugzeuge auf dem Markt.” Beim Verbrennungsmotor ist die Raucherzeugung ganz einfach zu realisieren. “Man muss nur Öl in den heißen Auspuff einspritzen und schon entsteht Rauch”, erklärt Gunter Zielke. “Aber Elektro-Flugzeuge haben keinen Verbrennungsmotor und so können auch keine heißen Abgase entstehen.” Also entschied er sich dazu, ein eigenes Smoke-System zu entwickelt, um Piloten mit elektrisch betriebenen Motoren die Möglichkeit zu geben, ihre Flugzeuge mit Smoke auszustatten. Allerdings war es kein einfaches Projekt: „Mir wurde gesagt, dass es physikalisch unmöglich sei, dies umzusetzen. Die Energie, die es erfordert, um aus Flüssigkeit Rauch zu erzeugen, sei sehr, sehr hoch und in der erforderlichen Dimension nicht verfügbar.“ 

Schübeler Technologies unterstützt die Realisierung der Vision 

Gunter musste mehrere Versuche starten und zahlreiche Optimierungen vornehmen, bis das System perfekt funktionierte. Er entschied sich schließlich dafür, die Verdampfer an den Randbögen der Tragflächen anzubringen. Denn bei einem echten Flugzeug entstehen die Kondensstreifen genau dort. Ziel war es, dies mit dem System zu simulieren.

Im Laufe der Zeit wurde das Smokesystem immer weiter optimiert und schließlich auch ein Beschleunigungs-Sensor (G-Force) integriert. Der G-Force Sensor misst die im Jet-Modell auftretenden Bescheunigungskräfte und aktiviert den Smoke beim Überschreiten eines Schwellenwertes. „Wenn echte Jets anspruchsvolle Flugmanöver mit hohen G-Kräften in sehr scharfen Kurven fliegen, entstehen an den Spitzen der Tragflächen kleine, weiße Kondensstreifen“, erklärt Gunter. „Und um diesen Effekt bei Flugshows demonstrieren zu können, benötigte ich einen entsprechenden Jet.“ 

Bei der Planung des Projektes, recherchierte Gunter im Internet und stieß dabei schnell auf Schübeler Technologies als Anbieter von elektrischen Antriebssystemen für die Modellflugzeugtechnik. Als Gunter 2018 das Unternehmen kontaktierte und sein Vorhaben vorstellte, war Schübeler sofort interessiert: "Wir unterstützen Sie gerne bei dem Projekt! Sie sagen uns, was Sie brauchen und wir werden eine Lösung finden.“ Und so starteten sie gemeinsam mit der Planung und dem Bau eines großen Eurofighters mit elektrischem Antriebssystem, in den das Smoke-System integriert werden sollte. „In Zusammenarbeit mit Schübeler stellten wir die komplette Konfiguration zusammen – von den Impellern über die Steuerung bis hin zum Akkusystem.“

Zusammen mit Schübeler war es für Gunter einfach, den EDF-Jet in sehr kurzer Zeit zu realisieren. “Ich habe CAD Zeichnungen angefertigt und zur Verfügung gestellt. Auf dieser Basis hat Schübeler die Schubrohre für mich gebaut“, sagt Gunter. Die gelieferten Rohre waren extrem leicht. „Ich schätze 70 Gramm, also sehr leicht vom Gewicht her. Und sie haben perfekt an die Stelle im Rumpf des Flugzeuges gepasst, wo sie sitzen sollten.“ Ein anderer wichtiger Punkt war die Auswahl des EDF-Motors. Als die Anforderungen wie Flugdauer, Gewicht und Geschwindigkeit feststanden, entschied Schübeler, welcher Antrieb am besten geeignet war. Gunter ist voll zufrieden mit dieser Lösung: “Vom ersten Flug an hat alles perfekt funktioniert! Jetzt fliegen wir diesen Jet seit über einem Jahr und haben keinerlei Probleme mit dem Antrieb. Alles läuft perfekt ¬¬– von der ersten Minute an!“

Ebenso wie Gunter können auch andere Modellbauer auf diesem Wege ihre Visionen umsetzen und von Schübelers Know-how profitieren. „Wenn jemand einen eigenen EDF-Jet bauen möchte, egal wie groß, sollte er sich einfach an Schübeler wenden und sich über deren umfassendes Angebot informieren. Die Produkte werden in Deutschland hergestellt und die Qualität ist sehr hoch“, empfiehlt Gunter. „Und wenn Fragen auftreten, gibt Schübeler fachmännischen Rat.“

Schnelle und einfache Implementierung

Es ist sehr einfach, ein Modell mit dem Smoke-EL System auszustatten: „Bei einem Elektroflugzeug ist bereits ein großer Antriebs-Akku vorhanden, um dies fliegen zu können. Dieser Akku kann auch für die Rauchanlage genutzt werden. Die Installation ist sehr einfach“, versichert Gunter Zielke. “Wir haben das auf einem Flugfeld schon in weniger als drei Stunden realisiert. Man muss lediglich eine kleine Box installieren, die zentrale Steuereinheit, die das ganze System kontrolliert, eine kleine Pumpe und einen sehr kleinen Tank.“ All das kommt in den Flugzeugrumpf. 

In den Tragflächen müssen ein Schlauch und ein Kabel verlegt werden ¬– der Schlauch für das Öl, das Kabel für den Strom. Anschließend sind noch die kleinen Verdampfer an den Tragflächen zu befestigen. Und natürlich benötigt man zur Steuerung einen freien Kanal am Empfänger. Das war es schon!“

Minimale Performance-Einbußen – großer Effekt

Wenn das komplette System integriert ist, kommt es inklusive Öl zu einem zusätzlichen Gewicht von ca. 800 Gramm. Die Rauchanlage benötigt pro Flug 1000 mAh Strom. Bei einem Elektroflieger wie dem Jet von Schübeler muss man dadurch mit einer Reduzierung der Flugdauer von etwa einer Minute rechnen. „Es ist nur knapp eine Minute Flugzeit, aber dafür ein großartiger Effekt“, versichert Gunter.

Es sind keine speziellen Erweiterungen oder umfangreiche Wartungen erforderlich. Wichtig ist lediglich der Einsatz des Rauch-Öls von Smoke-EL. „Wir haben mehr als ein Jahr gebraucht, um dieses spezielle Öl zu entwickeln. Der Dampfpunkt muss sehr niedrig sein, um Energie zu sparen“, erklärt Gunter. „Nur die Rohre sollten gelegentlich gereinigt, vom Ruß befreit, werden. Das ist alles.“ 

Zukunftspläne

Ein wichtiger nächster Schritt ist die Entwicklung von farbigem Rauch.

 “Wir werden oft gefragt, welche verschiedenen Farben verfügbar sind. Momentan ist die Antwort ‚Weiß‘. Denn Dampf ist nun mal weiß. Aufgrund der hohen Nachfrage versuchen wir auch hier eine Lösung zu finden, um in Zukunft farbigen Smoke anbieten zu können“, kündigt Gunter Zielke an.

Beeindruckende Live-Vorführungen 

 

Den besten Eindruck von der Leistungsfähigkeit der Rauchanlage bekommt man natürlich beim Einsatz in der Luft. Aufgrund der aktuellen Situation sind Live-Vorführungen zurzeit leider nicht möglich. „Es war 2020 sehr schwer für uns, unser System vor Publikum zu präsentieren. Wir hatten nur sehr wenige Flug-Shows. Aber den Eurofighter mit integriertem Smoke-System konnten wir zumindest auf zwei Veranstaltung in Deutschland und Österreich vorstellen”, sagt Gunter. Bei den Nitro Days in Österreich war Gunters Eurofighter der einzige EDF-Eurofighter. Als der Organisator realisierte, wie leistungsfähig der Flieger mit dem Doppel-Impeller von Schübeler ist, durfte Gunter als einziger EDF-Pilot mit im Showprogramm fliegen. „Wir sind eine Formation mit drei CARF-Eurosport geflogen, zwei mit Turbinen ausgestattet und meiner, mit EDF Antrieb. Und es gab keinen Unterschied zu sehen!“ Außerdem hat die Flugshow gezeigt, dass der Klang unseres Eurofighters hervorragend ist. “Man konnte nicht heraushören, dass es sich um einen Elektroantrieb handeIte. Der Klang ist sehr cool!” Nächstes Jahr plant Gunter, auch in anderen Ländern zu fliegen. Der EDF-Jet von Schübeler wird voraussichtlich auf Flug-Shows in Europa und Großbritannien  zu sehen sein.

Bis dahin können sich Interessenten von den realistischen Effekten per Video überzeugen. Besuchen Sie hierzu folgende Webseiten:

www.smoke-systems.comwww.smoke-el.dehttps://www.edf-jets.de 

 

 

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