Die Fusion mit Microdrones bringt Schübeler mehr FuE-Möglichkeiten

Schübeler EDF products provide cleaner option for RC aeromodellers to fly with less noise, more efficiency

Es gibt eine sauberere, leisere Möglichkeit zum Fliegen funkgesteuerter Hochgeschwindigkeits-Jetflugzeugmodelle ohne Turbinenantrieb.

Elektrisch angetriebene Impeller (electric ducted fan, EDF) arbeiten mit weniger Lärm und höherer Effizienz und bieten RC (remote control)-Flugzeugmodellbauern gleichzeitig die Möglichkeit, den Nervenkitzel zu erleben, wenn sie ihre geflügelten Nachbauten durch die Lüfte rasen sehen. EDF-Flugzeuge fliegen mit mehrflügeligen Propellern, die Luft ansaugen und sich mit hoher Geschwindigkeit drehen.

„Wenn alle Bauteile sorgfältig ausgewählt und eingebaut sind, kann der Kunde ein Modellflugzeug mit langfristig hervorragender Leistung und zuverlässigem Antrieb erwarten“, so Christian Wileschek, Vertriebsfachmann für das RC-Geschäft bei Schübeler Technologies.

„Entscheidend ist aber auch, dass es leiser als eine Gasturbine ist und keine Dämpfe freisetzt“, fügt Wileschek hinzu. 

Seit der Gründung im Jahr 1997 hat Schübeler Technologies ein globales Unternehmen aufgebaut, das fortschrittliche Impellerantriebsdüsen und die Herstellung von leichten Verbundwerkstoffen anbietet. Schübeler bietet ein umfassendes Produktsortiment mit Turbogebläsen, Jets, Kompressoren und Pumpen an sowie eine RC-Sport-Hobbyabteilung, die elektrisch angetriebene Impeller und Bauteile für Hochgeschwindigkeits-Jetmodellflugzeuge herstellt. 

 

Der RC-Flugzeugmodellbau ist jedoch mehr als nur ein Geschäft für Wileschek und Daniel Schübeler, den Gründer von Schübeler Technologies.

 

Schon als Kind interessierte sich Wileschek für den Flugzeugmodellbau. Als er älter wurde, wandte er sich von diesem Hobby ab, bevor er im Jahr 2010 Schübeler begegnete und dann für ihn tätig wurde.

 

„Es dauerte nicht lange, bis ich mich wieder fasziniert fühlte. Daniel motivierte mich, wieder aktiv zu werden“, meint Wileschek.

 

Kombiniert man diese Leidenschaft mit qualitativ hochwertiger Arbeit und Erfahrung in der Branche, überrascht es nicht, dass Schübeler sich den Ruf erworben hat, einen umfassenden Service für Flugzeugmodellbauer zu bieten, die auf der Suche nach einer reibungslosen Umstellung auf EDF sind.

 

„Wir schauen uns jedes Detail an: die aerodynamischen Eigenschaften des Impellers selbst, die Rotorblätter, die Statorblätter, die Konstruktion von Einlass und Auslass“, erklärt Schübeler. „Das ist unser Ansatz, um eine ausgezeichnete EDF-Lösung zu finden. Wir betrachten das gesamte Projekt für den Kunden.“

 

Eine technische Spielwiese

 

Der Flugzeugmodellbau beinhaltet eine breite Modellvielfalt, darunter Segelflugzeuge, Propellerflugzeuge, Hubschrauber und Jets, wobei jedes Flugzeug unterschiedliche Herausforderungen mit sich bringt. Aber obwohl Schübeler Technologies erfolgreich in die klassische Luftfahrt eingestiegen ist, bleibt der Flugzeugmodellbau ein wichtiger Schwerpunkt des Geschäfts. 

 

„Die Entwicklung von Produkten für Flugzeugmodellbauer, insbesondere für elektrisch angetriebene Jets, ist nach wie vor etwas ganz Besonderes“, betont Schübeler.

 

Technisch gesehen handelt es sich um eine anspruchsvolle Aufgabenstellung, weshalb es besonders wichtig ist, qualitativ hochwertige Produkte für Hobbyflieger zu fertigen, die effizient und erschwinglich sind. 

 

„Für uns hier im Unternehmen ist es eine technische Spielwiese“, meint Schübeler. „Ich nehme das sehr ernst – im Flugzeugmodellbau gibt es keine Grenzen.“

 

Rückenwind und Chancen

 

Von Turbinen angetriebene Modelljets, die mit Kerosin betrieben werden, schießen mit hohem Energieaufwand in die Höhe. EDF-Flugzeuge werden mit Akkus betrieben, die in den letzten zwei Jahrzehnten dank technischer Entwicklungen in der Branche besser geworden sind.

 

Akkubetriebene EDF-Flugzeuge haben auch noch andere Vorteile. 

 

„Die Entwicklung von sichereren Sendern, bürstenlosen Motoren und der LiPo-Akkutechnologie haben dem Modellflugzeug-Hobby viel Rückenwind und zahlreiche Chancen besorgt“, so Wileschek.

 

Einige RC-Flugzeugmodellbauer beabsichtigen möglicherweise, auf EDF umzusteigen, weil Flugplätze unter Umständen Lärmbeschränkungen haben, aufgrund derer die Verwendung von Verbrennungsmotoren faktisch verboten ist. Einige Hobbyflieger könnten die mit der Verwendung von Kerosin einhergehenden Dämpfe leid sein. 

 

Oder ein RC-Flugzeugmodellbauer lässt sich vielleicht überzeugen, die Umstellung vorzunehmen, weil er einen elektrischen RC-Jet für einen Testflug mitnimmt. 

 

„Die Tatsache, dass es möglich ist, Jets mit fast turbinenartigem Klang und überzeugender Leistung elektrisch zu fliegen, ist einfach großartig. Und für Jetmodellbauer, die eher elektrisch orientiert sind, ist der Bau eines Jet-Nachbaus die höchste Kunst“, erklärt Wileschek.

 

Den Maßstab setzen

 

Schübeler Technologies ist stolz darauf, dass die Details stimmen. Damit ist das Unternehmen der ideale Partner für Liebhaber, die auf EDF umsteigen wollen.

 

Schübeler kann Kunden bei der Bestimmung der zu erwartenden Fluggeschwindigkeiten und Flugzeiten, bei Steuerungsempfehlungen und optimierten Steuerungseinstellungen unterstützen und bietet dazu Service und Beratung.

 

„Und dann ist da natürlich die Wahl des Akkus und dessen Größe ... Das ist also unser Ansatz, um eine hervorragende EDF-Lösung zu finden“, führt Schübeler aus. „Wir betrachten das gesamte Projekt für den Kunden.“

 

Wileschek merkt an: „Wir setzen nun schon seit vielen Jahren Maßstäbe. Wenn ein Kunde daher mit Schübeler zusammenarbeitet, kann er sicher sein, dass er ein langlebiges und sicheres Produkt mit ausgezeichneter Leistung und natürlich mit ausgezeichnetem Klang erhält.“

 

Im Folgenden geben Schübeler und Wileschek weitere Informationen in einem Tutorial zur Auswahl der richtigen EDF-Technologie für Ihr Flugzeug.

 

Wie wählt man den richtigen Impeller für eine Flugzeugszelle aus?

 

Wileschek: Die Auswahl der richtigen Impellergröße richtet sich nach der Größe des Lufteinlass- und -auslassbereichs des Modells. Jeder Impeller von Schübeler hat eine bestimmte, in Quadratzentimetern angegebene überstrichene Fläche, die in der Modellnummer oder Beschreibung zu finden ist. Zum Beispiel entspricht „51“ in einer Modellnummer einer überstrichenen Fläche von 51 Quadratzentimetern. Im Idealfall entspricht diese Größe der Größe des Ansaugbereichs des Flugzeugs oder kommt ihr nahe. Wenn der Ansaugbereich eines Jetflugzeugmodells zu klein ist und man einen Impeller einbaut, der nicht zum Ansaugbereich des Flugzeugs passt, kann der Impeller nicht die volle Leistung erzeugen. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Größe der Einlässe und die vom Impeller überstrichene Fläche des EDF zu vergleichen.

 

Wie steht es mit der Eingangsleistung und der Größe von Motor und Akku?

 

Wileschek: Die Auswahl von Antriebsleistung, Motorgröße und Akkukapazität richtet sich nach dem Startgewicht des Flugzeugs. Zudem fragen die meisten Kunden nach einem bestimmten Akkuzellentyp. Sie möchten zum Beispiel den 12S oder 14S für den CARF-Joker verwenden, oder für einen kleineren EDF-Jet, wie den Mini Avanti, den 6S. Wir empfehlen die richtige EDF-Einrichtung mit Steuergerät und einer Akkukapazität, mit der eine Flugzeit von fünf bis sieben Minuten erreicht werden kann. 

 

Schübeler: Die EDF-Konfiguration von Schübeler ist sehr effizient, wodurch ein sehr hoher Schub erzeugt wird – also eine sehr gute Leistung. Wir können außerdem eine Langzeiteinrichtung anbieten. Beim Anflug hat man eine jet-ähnliche Leistung und man hat genügend Flugzeit. Das ist wahrscheinlich nicht super wichtig bei einem kleineren Jet, aber es ist extrem wichtig bei einem seriösen Jet-Projekt. Schließlich will man seinen Jet nicht verlieren, weil der Akku leer ist. 

 

Gibt es andere praktische Überlegungen hinsichtlich des Einbaus von Bauteilen?

 

Wileschek: Auf die Montage aller Bauteile sollte immer besonderer Wert gelegt werden. Der Bereich zwischen Lufteinlass und Impeller sollte so frei wie möglich sein, damit die Luft im Rumpf möglichst sauber und ohne zu große Verwirbelungen zum Impeller gelangt. Auch sollten alle Bauteile wie z. B. Kabel immer ordentlich befestigt sein, da der Impeller alles ansaugt, was nicht gut befestigt ist. Darüber hinaus ist es unerlässlich, eine Einlasslippe am Impeller anzubringen, damit die Luft besonders sauber angesaugt werden kann.

 

Wenn dann die gesamte neue Ausstattung eingebaut ist: Wie sieht dann die Flugleistung im Vergleich zu einem turbinengetriebenen RC-Flugzeug aus? 

 

Wileschek: Der Kunde kann ein Modellflugzeug mit langanhaltender und vorzüglicher Leistung und einem zuverlässigen Antrieb mit einem ansprechenden Turbinengeräusch erwarten. Wichtig ist aber auch, dass es leiser und angenehmer als eine Gasturbine ist. 

 

Schübeler: Bei Turbinen ist das interessant. Man kann nicht so viel falsch machen, aber wenn man etwas wirklich furchtbar falsch macht, brennt das Modell ... es ist eine gute Technik. Ich mag Turbinen. Aber wir konzentrieren uns hier natürlich auf elektrisch angetriebene Jets. Bei Turbinen ist der Aufwand einfach größer. Es ist wegen des Service, der Wartung und des Preises einer Turbine vielleicht auch ein bisschen teurer. 

 

Wie schnell kann man fliegen? 

 

Schübeler: Wenn man den EDF fachgerecht einbaut, wenn man ein gutes Gestell hat, kann man wahnsinnig schnell fliegen. Mit einem Sportjet sind 350 km/h kein Problem. Aber bei einem besonderen Speedjet-Projekt, das ich mit einem Kollegen teste, peilen wir 500 km/h an. Wir könnten schneller fliegen, wenn wir ein größeres EDF-System einsetzen würden. Und ich glaube, der schnellste Turbinenjet erreicht fast 700 km/h.

 

 

Wenn man sich die praktische Seite des Flugzeugmodellbaus anschaut, möchte man auf seinen Platz gehen, das Flugzeug auspacken und losfliegen. EDF macht das möglich. Sie legen die Akkus ein, und schon kann es losgehen. Sobald Ihre Einstellung funktioniert – sind Sie in der Luft. Man benötigt ein wenig Infrastruktur zum Laden, und man braucht drei Akkusätze, aber mit einem richtigen EDF-Modell kann man einen wirklich gelungenen Tag mit Jet-Fliegen verbringen. 

 

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